Am Pier von New York redet ein alter, zerlumpter Jude auf den Kapitän eines nach Israel fahrenden Schiffes ein: ,Herr Kapitän, haben Sie Mitleid mit einem sterbenden Juden/ Nehmen Sie mich um Gottes Lohn mit nach Israel, damit ich begraben sein kann im Land meiner Väter." Der Kapitän erbarmt sich und nimmt den Bittsteller mit. Aber bei der Ausfahrt aus Haifa steht derselbe Mann wieder am Pier und fleht, der Kapitän möchte ihn doch wieder nach New York zurückbringen. "Wissen Sie", erklärt er, "mein Leiden hat sich gebessert. In Israel sterben - ja. Aber leben?"
"Ein unverschämter Kerl! Wollte er mich doch mit Badeanzug fotografieren!" "Aber was ist daran unverschämt?" "Ich sollte ihn in der Hand halten!"
Mit Mühe und Not findet der Tourist auf der Urlaubsfahrt einen Parkplatz. "So, das hätten wir", stöhnt er erleichtert. "Jetzt müssen wir bloß noch rauskriegen, welche Stadt das ist."
Gottfried ist als Geizkragen bekannt. Bei der Wanderung mit der Jugendgruppe kehrt man in einem Gasthaus ein. Da muß Gottfried dringend mal raus. Weil er nun Angst hat, es könne jemand inzwischen von seiner Limonade trinken, schreibt er auf einen Zettel: "Ich habe reingespuckt!" - Als er zurückkommt, hatte der Gruppenführer daruntergeschrieben: "Ich auch!"
Der Kapitän des Flußdampfers beruhigt die ängstlichen Passagiere. "In diesem Fluß kenne ich jede Sandbank ganz genau!" verkündet er. Kaum hat er das gesagt, läuft das Schiff auf eine auf. "Sehen Sie", sagt der Kapitän, "da haben wir schon die erste!"
Sie haben sich am Strand kennengelernt, und abends lädt er sie zu einem Abendessen ein. Hinterher trinken sie Kaffee und Kognak, dann eine Flasche Sekt. Schließlich fragt er sie: "Möchten Sie nicht morgen früh mit mir frühstücken?" "Aber gern", lächelt sie. "Soll ich dich anrufen oder wach schubsen?"
Es empörte sich der Feriengast: "Herr Ober, in meiner Suppe kämpfen zwei Fliegen!" "Mein Herr, haben Sie für zwei Mark vierzig etwa einen Stierkampf erwartet?"
"War's auf dem See nicht herrlich?" fragt die Urlauberin den einheimischen Ruderer nach der Bootsfahrt. Grinst er: "Des scho. Aber im Bett wär's halt bequemer g'wesen!"
Mitten über dem Atlantik setzen die vier Triebwerke der Düsenmaschine aus. Über den Lautsprecher tönt die höfliche Stimme der Stewardeß: "Wir werden in wenigen Sekunden notwassern und bitten Sie, sich anzuschnallen. Nach der Landung benutzen Sie bitte die Notausgänge. Und nun verabschieden wir uns von unseren Nichtschwimmern und hoffen, Sie hatten bis hierher einen angenehmen Flug."
Frau Huber macht eine Reise durch Italien. In einem Restaurant in Rom tritt sie ein menschliches Rühren an. Nachdem sie dem Unvermeidlichen stattgegeben hat, kann sie den Riegel der bewußten Örtlichkeit nicht wieder zurückschieben. Auf ihr wiederholtes Rufen eilen ein paar Angestellte herbei und erkundigen sich nach dem Grund des Lärms. Frau Huber jammert: "O dio mio! Ich bin eingeriegoletto!"
Huber trifft die Müllers. Beide tragen einen dicken Verband um den Kopf. "Was ist euch denn passiert?" fragt Huber. "Ach", meint Herr Müller, "wir haben uns nur unsere Urlaubsreise aus dem Kopf geschlagen!"
Herr Piesel verbringt seinen Urlaub in einem kleinen Dorfgasthof. Als er am nächsten Morgen seine Schuhe ungeputzt vor der Zimmertüre vorfindet, wendet er sich erbost an den Wirt: "Was glauben Sie wohl, warum ich gestern abend meine Schuhe vor die Türe gestellt habe?" Lächelt der Wirt verständnisvoll: "Ist doch nicht schlimm, Herr Piesel. Schließlich trinkt jeder mal ein Gläschen zuviel!"
"Was soll denn das?" beschwert sich der Gast beim Hotelier. "Hier auf der Rechnung steht: Zuschlag für den Fernseher. Dabei habe ich im ganzen Haus keinen entdeckt!" "Das ist es ja. Wir wollen uns von dem Geld einen anschaffen."
In einem Pariser Restaurant. Geheimnisvoll flüsternd erklärt der Garcon einem Gast aus Deutschland: "Sie müssen wissen, daß unser Portier früher Kosakenoberst gewesen ist." Der Gast staunt und schweigt. "Sie müssen auch wissen, daß unser Kellner ein ehemaliger russischer Großfürst ist." Der Gast staunt ein zweites Mal. "Tja", fährt der Garcon fort, "und unsere Toilettenfrau ist eine Nichte des letzten Zaren." Darauf der Gast aus Deutschland, mit dem Finger auf seinen Zwergpinscher weisend: "Damit Sie klarsehen: der da war früher einmal ein Bernhardiner!"
Klein Hugo geht auf seine erste Seereise. "Mein Schiff", erklärt der Kapitän stolz, "macht fünfzehn Knoten in der Stunde." "Enorm, enorm", staunt Klein Hugo, "aber wer macht die vielen Knoten wieder auf?"
In einem Hotel kann ein Gast nicht schlafen, weil ein Liebespaar im Nebenzimmer keine Ruhe gibt. Er wälzt sich seufzend hin und her und wird allmählich wütend. Der drüben flötet nun ununterbrochen: "Ja, wem gehört denn das süße Popöchen? Ja, wem gehört es denn? Wem denn? Ja wem..." Da hämmert der Gast wütend mit dem Schuh gegen die Wand und brüllt: "Es wird sich doch feststellen lassen, wem dieser verdammte Hintern gehört!"
Eine Karawane zieht durch die Wüste. Die Männer sitzen auf den Kamelen, die Frauen gehen zu Fuß. Ein Reisender sieht das und fragt eine der Frauen: "Nimmt man hier keine Rücksicht auf das schwache Geschlecht?" - "Im Gegenteil", lächelt die Frau, "wir wollen abends keine müden Männer haben!"
Onkel Fritz hat in Venedig Urlaub gemacht. "Die Leute haben vielleicht Nerven", erzählt er, "alle Straßen sind überschwemmt, aber sie singen den ganzen Tag!"
Ich habe gehört, ihr fahrt dieses Jahr doch nicht nach Italien." "Ganz falsch! Nicht nach Italien sind wir schon im letzten Jahr gefahren. Dieses Jahr fahren wir nicht nach Spanien!"
Bei einem Schiffsuntergang rettet sich ein Passagier auf einem schwimmenden Klavier. Kommt ein anderer angeschwommen und fragt: "Darf ich Sie begleiten?"
"Himmel, wenn jetzt das Seil reißt...!" Ruft der Bergführer runter: "Dös war' net schlimm hob' a anderes dahoam."
In einem kleinen Gasthof in Tirol saßen jeden Abend zwei Männer an einem Tisch und stritten sich regelmäßig. Schimpfworte flogen, Fäuste krachten auf den Tisch. "Was haben denn die beiden?" fragte ein Urlauber den Wirt. "Ach, sie streiten sich jeden Tag." "Schon lange?" "Seit vier Jahren." "Worüber?" "Vor vier Jahren haben die zwei einmal zusammen Karten gespielt. Seitdem streiten sie sich, ob der eine damals richtig ausgespielt und der andere gut nachgespielt hat."
Ein Amerikaner aus Texas kommt zum dritten Mal nach Paris, lässt sich im Taxi zum Eiffelturm fahren und wundert sich:"Warum baut ihr den Turm nicht ab, wenn ihr immer noch kein Öl gefunden habt?"